Aktuell

Götzendämmerung. Post-fuck-tische Ergüsse zum Zeitgeschehen
Stückentwicklung am ITZ im Zimmertheater Tübingen.
Premiere: 27.04.2019
„Gewagter trat das Zimmertheater unter seinen neuen Intendanten bislang nicht auf“
Reutlinger Generalanzeiger vom 29.4.2019

„Das neue ITZ-Stück ‚Götzendämmerung. Post-fuck-tische Ergüsse zum Zeitgeschehen‘ ist die beklemmende Tour de Force durch eine dauererregte Pornowelt, die ziemlich dicht an die Zuschauer heranrückt“
Schwäbisches Tagblatt vom 30.4.2019

„Auch in der Uraufführung „Götzendämmerung“ gelingt es den Theatermachern, komplexe Themen wie politische Unwahrheiten und hemmungslose Gewinnmaximierung auf unterhaltsame Weise in Szene zu setzen. Was das Publikum begeistert, ist der tiefgesellschaftskritische Sinn der sich hinter schockierend ehrlichen, aber auch amüsanten Bühnenbildern und Dialogen versteckt. Das ITZ schafft es somit erneut mit einer neugeborenen Form der Theaterästhetik zu brillieren und hinterlässt tiefen Eindruck bei den Zuschauern.“
Kupferblau vom 4.5.2019


Im Rausch der Maschinen oder das Recht auf Faulheit
Stückentwicklung am ITZ im Zimmertheater Tübingen.
Premiere: 09.02.2019

„Peer Ripberger ist eine jener starken Stimmen der Gegenwart, die eine Ästhetik für das Theater des digitalen Wandels entwickeln.“
Theater der Zeit am 1.4.2019

„Eine rasante, kurzweilige und sehr amüsante Collage aus Klassenkampf und Arbeitsverweigerung am Zimmertheater Tübingen.“
SWR am 11.2.2019

„Es ist hörbar wieder Peer Ripberger-Sound, es sind hörbar wieder die Themen, die das ITZ umtreiben (…) in dieser Inszenierung wird tatsächlich theatralisch über die Zukunft diskutiert. Und, ja: es ist Theater. Es ist Streit. (…) Es macht Spaß, Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli und Christopher Wittkopp zuzusehen.“
Schwäbisches Tagblatt vom 11.2.2019

„Die Ma[n]ifeste, die Entwürfe, die Blöcke politischer, theoretischer Sprache, die die Schauspieler vortragen, verharren in einer Schwebe zwischen ernstem Anspruch, Ironie und Komik, Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli und Christopher Wittkopp schlagen sich, als junge Menschen ihrer Zeit, sehr menschlich herum mit dem Gewicht, das in dieser Zeit auf der Welt lastet.“
Reutlinger General-Anzeiger vom 12.2.2019


Intendanz am ITZ im Zimmertheater Tübingen
ab der Spielzeit 2018/19

„Die Ripbergers stehen für eine neue Theatergeneration, die auf performative Konzepte setzt. Allen Vorurteilen zum Trotz schaffen es die zwei, das Stammpublikum nicht zu vertreiben und neue, auch junge Zuschauer anzusprechen.“
Theater der Zeit am 1.4.2019

„Im Tübinger Zimmertheater scheint die neue Intendanz im Doppelpack zu gelingen: Peer und Dieter Ripberger, beruflich und privat ein Paar, punkten seit Oktober mit ihren Bühnenexperimenten und ziehen wieder mehr jüngere Zuschauer an.“
Stuttgarter Zeitung am 5.4.2019

„Alles in allem ist das, was Dieter und Peer Ripberger am Zimmertheater versuchen, samt den Veränderungen der Produktionsbedingungen, mehr als anregend. Man darf sehr gespannt sein, wie es mit der theatralen Zukunftsforschung in Tübingen weitergeht, nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch ästhetisch.“
Manfred Jahnke in Die Deutsche Bühne, Februar 2019


Der bleierne Lauf der Geschichte ist ein Arschloch
Stückentwicklung am ITZ im Zimmertheater Tübingen.
Premiere: 20.10.2018

„‚Der bleierne Lauf der Geschichte ist ein Arschloch‘. Okay, dass die Welt den Bach runtergeht, das hat man sinngemäß schon mal gehört. Auch beim Untertitel ‚Aufbruch nach Utopia‘ fühlt man noch nicht den Dampf von heißem neuem Theater-Scheiß. Der Auftakt zur neuen Intendanz am Zimmertheater Tübingen geht aber einher mit einer Herangehensweise, die die Umfirmierung des Theaters in ein „Institut für theatrale Zukunftsforschung“ beschreibt. Und die merkt man dem Stück von Autor und Co-Intendant Peer Ripberger an. Es entstand in großen Teilen in der Stadt und unter dem Eindruck ihrer Menschen. Die erkennen sich wieder, was im Premierenpublikum sowohl für Heiterkeit als auch für offene Unmutsbekundung sorgt.“
nachtkritik.de vom 20.10.2018

„Die Absage an traditionelle Theaterformen, an psychologisierende Darstellung, weist in die Zukunft des Zimmertheaters, verrät aber nicht zu viel. ‚Der bleierne Lauf der Geschichte‘ konfrontiert das Publikum mit etwas Neuem: ein Stück, das fordert, irritiert, bunt und trocken zugleich, nicht ohne Zauber und doch provozierend plakativ.“
Reutlinger General-Anzeiger vom 22.10.2018

„Das Auftaktstück der neuen Intendanz am Institut für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) ist ein mit manch interessanten Ideen bestücktes Manifest linker Gegenkultur, das es sich zu einfach macht. Theater – ist es nicht.“
Schwäbisches Tagblatt vom 22.10.2018

„Das kleine Tübinger Zimmertheater droht seine große Vergangenheit zu verspielen.“
Schwäbisches Tagblatt vom 26.10.2018


1968: Geschichte kann man schon machen, aber so wie jetzt
ist’s halt scheiße

Stückentwicklung am Theater Augsburg.
Premiere: 10.03.2018

„Tagtraum der Freiheit“:
„Das alles ist ernst, hat aber viel Komik, auch der Chor der Vorschläge zu einer Kulturrevolution oder die Sologesänge „was bitteschön ist mit dem Abfall?“. Danach werden die Träume nach draußen getragen, vor die Brechtbühne, in bester Agitationsmanier mit Megafon. Die ersten, die lautstark mitmachen, sind ältere Herrschaften, die vom kostenlosen Nahverkehr träumen. Doch an diesem Abend herrscht eine hinreißende Jugend; mehr als drei Viertel der Zuschauer sind unter 18, die träumen dann auch mal von einem Einser-Abitur. Aus den Fenstern der Anwohner werden Träume gerufen, lustige und wichtige, es geht herrlich heiter zu.“
Süddeutsche Zeitung vom 16.3.2018

„Vom Mut eine Utopie zu formulieren“:
„Ja, dieser Abend war politisch […] [Er] spielt mit der Leerstelle und dem Abbruch von Theater […] Gleichzeitig wagt [er] sich aus diesem Vergangenen und Gegenwärtigen in eine Zukunft […] Da macht er sich auch angreifbar […] aber den Mut, die Phantasie dann wirklich auszumalen und seine Phantasie da auf die Bühne zu bringen – das finde ich bemerkenswert.“
Deutschlandfunk Kultur am 10.3.2018

„Das der Mut zur Utopie heute, in Zeiten behaupteter Alternativlosigkeit, nostalgischer Vergangenheitsbeschwörung und zukunftspessimistischer Krisendiskurse, höchst politisch ist, wählt Ripberger als schlüssigen Ausgangspunkt seiner Inszenierung und wagt sich ganz in diesem Sinne weit hinein in das Reich der Phantasie.“
Bayrischer Rundfunk am 11.3.2018

„Im ersten Teil auf nackter Bühne reden sich drei Schauspieler und drei Schauspielerinnen (davon eine, Annika Ullmann, die stumm als Souffleuse mit einem Stapel Papier am WG-Tisch dabeisitzt!) im Tempo von Schnellfeuer-Gewehren die Köpfe heiß, geben auch schon mal chorisch – und in bester Brecht‘scher Verfremdung – zu bedenken, dass dieses Gerede auf einer Theaterbühne eigentlich überhaupt nicht politisch und sowieso für die Katz‘ sei, die besten zehn Minuten der Veranstaltung aber die waren, als das Publikum seine Plätze suchte und so zeigte, wie Gesellschaft funktioniert.“
Die Deutsche Bühne vom 12.03.2018

„Peer Ripberger macht das sehr geschickt: Aus traditionellem Theater wird Agitationstheater und schlussendlich eine Bühneninstallation. Seine Stückentwicklung springt von der Vergangenheit in die Gegenwart und schließlich in die Zukunft.“
Bayrische Staatszeitung vom 16.3.2018

„Stark wird der Abend, wenn die Schauspieler in der Pause weiterspielen, sie das Publikum auf die Straße holen, dort mit dem Megafon im Stil von Martin Luther Kings „Ich habe einen Traum“ Reden halten. Sehen, mitmachen und darüber sprechen gehen in der Pause nahtlos ineinander über.“
Augsburger Allgemeine vom 11.3.2018

„Die Zuschauer streifen durch die Versatzstücke des Antifaschismus, des Antikapitalismus, der revolutionären Begeisterung, und dem, was dahinter steht: Nicht so werden zu wollen wie die Elterngeneration, anders zu leben, noch mehr: anders zu denken, zu fühlen, zu lieben. Dazwischen thematisiert sich das Stück immer wieder selbst.“
Donaukurier vom 16.3.2018

„1968: Geschichte kann man schon machen, aber so wie jetzt ist’s scheiße, ist alles, aber sicher nicht langweilig. Und wer auch nach dem Theaterbesuch noch ein bisschen grübeln will und wem es gefällt, wenn all seine Sinne in Anspruch genommen werden, der sollte in eine der folgende Aufführungen gehen“
Neue Szene Augsburg vom 13.3.2018

„Es gibt noch genügend Leute, die sich an 1968 gut erinnern. Die damals dabei waren. Die sich sofort einfinden konnten in die Atmosphäre auf der Brechtbühne: eine Gruppe schwarz gekleideter (etwas zu gestylt für 68er!) junger Leute, pausenlos rauchend am Diskutieren, noch bevor das Stück anfängt.“
Die Augsburger Zeitung vom 13.3.2018

„Erstaunlich ist, wie aktuell die Probleme noch immer sind. Es geht um Konsumzwang und falsche Bedürfnisse. Die weltweite Ausbeutung wird angesprochen. Gefordert werden die Veränderung von Schule und Uni sowie ein wirksamer Kampf gegen alte und neue Nazis. Ein Problem sind die Abfallberge.“
a3kultur vom 14.3.2018