Im Rausch der Maschinen oder das Recht auf Faulheit

„Ein Gespenst geht um in Europa“, das Gespenst der Digitalisierung. Doch entgegen der vorherrschenden Meinung bedroht es nicht die Individuen, sondern das kapitalistische System – sofern wir die neuen technischen Möglichkeiten entsprechend nutzen.

Was passiert wenn wir die Maschinen für uns arbeiten lassen – wenn wir durch die gewonnene Zeit für ein Recht auf Faulheit einstehen? Das Stück sucht nach Utopien der Digitalisierung und der Automatisierung, befragt sozialistische Schriften wie das „Maschinenfragment“ von Karl Marx und „Das Recht auf Faulheit“ von dessen Schwiegersohn Paul Lafargue. Es versucht eine positive Vision für die Digitalisierung zu entwerfen, in der die Menschen frei sind vom Mühsal der Lohnarbeit. Eine Collage aus Klassenkampf und Arbeitsverweigerung, Agitation und Selbstironie, die lustvoll und spielerisch die Perspektiven auf Arbeit sprengt.


ITZ im Zimmertheater Tübingen
Premiere: 9.2.2019
Text, Inszenierung, Video: Peer Ripberger
Bühne: Stephan Potengowski
Dramaturgie: Nele Solf
Schauspiel: Anaela Dörre. Mario Högemann, Thea Rinderli, Christopher Wittkopp
Assistenz: Ilja Mirsky

„Eine rasante, kurzweilige und sehr amüsante Collage aus Klassenkampf und Arbeitsverweigerung am Zimmertheater Tübingen.“

SWR am 11.2.2019

„Es ist hörbar wieder Peer Ripberger-Sound, es sind hörbar wieder die Themen, die das ITZ umtreiben (…) in dieser Inszenierung wird tatsächlich theatralisch über die Zukunft diskutiert. Und, ja: es ist Theater. Es ist Streit. (…) Es macht Spaß, Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli und Christopher Wittkopp zuzusehen.“

Schwäbisches Tagblatt vom 11.2.2019

„Die Ma[n]ifeste, die Entwürfe, die Blöcke politischer, theoretischer Sprache, die die Schauspieler vortragen, verharren in einer Schwebe zwischen ernstem Anspruch, Ironie und Komik, Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli und Christopher Wittkopp schlagen sich, als junge Menschen ihrer Zeit, sehr menschlich herum mit dem Gewicht, das in dieser Zeit auf der Welt lastet.“

Reutlinger General-Anzeiger vom 12.2.2019